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organisch, anorganisch, wie und was

Das Düngen

Das Düngen ist ein Thema, das man entweder in einem Satz oder in einem Buch abhandeln kann. Die Kurzversion: Kaufe einen flüssigen Grünpflanzendünger und befolge die Anweisungen auf der Verpackung. Und die lange Version:

NPK und Spurenelemente

Dünger besteht aus drei Hauptanteilen: Stickstoff (N), Phosphat (P) und Kalium (K). Diese Anteile sind Kernnährstoffelemente und wegen ihrer Wichtigkeit Bestandteil in jedem Dünger. Pflanzen nehmen nur die Nährstoffe auf, die sie auch benötigen. Gleichzeitig ist eine zu hohe Konzentration eines Nährstoffes in der Erde (die sich angehäuft hat, weil die Pflanze sie nur in geringen Mengen benötigt, aber es dennoch gedüngt wurde) schlecht (siehe Thema Gießen). Daher ist zu viel Düngen schädigend für die Pflanze.

Im Gartencenter ist man überwältigt von Düngemitteln für alle möglichen Pflanzen und Mischverhältnissen von N, P und K. Hier ist ein Geheimnis: sehr viel davon ist reines Marketing. Wenn man die Erde regelmäßig durchspült, wie im Thema Gießen beschrieben, ist das Mischverhältnis fast egal. Denn so kann sich kein Nährstoff in der Erde anreichern. Wir sagen also: schnapp dir irgendein Grünpflanzendünger und benutze ihn wie es auf der Verpackung steht, und spüle alle paar Monate die Erde durch.

Wer sensiblere Pflanzen wie Orchideen, Terrariumpflanzen, seltene und fragile Philodendron oder Anthurium besitzt, sollte sich auch über die Spurenelemente Gedanken machen. In vielen im Handel erhältlichen Düngern fehlen einige Spurenelemente, im schlimmsten Fall können sie auch komplett fehlen. Die sind besonders dann wichtig, wenn man mit Regenwasser, destilliertem Wasser oder Osmosewasser gießt. Diese sind nämlich komplett frei von irgendwelchen Spurenelementen. Viele Dünger enthalten zum Beispiel kein Kalzium oder Magnesium, weil diese in Leitungswasser vorhanden sind (auch wenn in schlecht absobierbarer Form). Gute Dünger enthalten Nährstoffe, die sich gut von der Pflanze aufnehmen lassen. HESI TNT COMPLEX und AKERNE RAIN MIX sind sehr gute Dünger.

Organisch oder mineralisch

Von organischem Dünger wie Hornspänen, Mist oder Knochenmehl ist bei Zimmerpflanzen abzuraten. Zum einen beinhalten sie nicht alle Kernnährstoffelemente, zum anderen ist es schwer abzuschätzen, wie sie wirken werden. Es fehlen Mikroorganismen, die die Nährstoffe freisetzen, was auch im Garten Monate bis Jahre dauern kann. Außerdem können sie ganz schön stinken… 🙂

Benutze also besser mineralischen Dünger. Der Hauptvorteil von organischem Dünger ist, dass eine Verbrennung durch Überdüngung schwer möglich ist. Wenn man aber regelmäßig die Erde durchspült, sollte das auch bei mineralischem Dünger nicht passieren.

Düngen im Winter

Im Winter wachsen Pflanzen weniger und benötigen auch weniger Dünger. Wenn du Wachstumslampen hast, solltest du aber weiterhin düngen. Du kannst auch so einfach während des Winters düngen, solange du die Erde immer wieder durchspülst, sollte das kein Problem sein.

Wie viel soll ich Düngen?

Generell sollte man sich an die Hinweise auf der Packung halten. Wenn man regelmäßig die Erde durchspült ist Unterdüngen eine größere „Gefahr“ als Überdüngen. Selbst wenn die Pflanzen unterschiedlich viel Dünger benötigen, solange man den angesammelten Dünger wegspült, besteht kein Risiko der Überdüngung.

Es gibt aber Pflanzen, die sollte man wirklich nur schwach düngen, das wären Orchideen und empfindliche Terrariumarten. Fleischfressende Pflanzen sollte man überhaupt nicht düngen und nur mit Regenwasser gießen.

Langzeitdünger

Oft kommen diese Dünger in Form von Kügelchen (wie Osmocote oder Lechuza, was auch Osmocote letztendlich ist) oder Stäbchen. Sie geben ihre Nährstoffe langsam in die Erde ab. In unserer Erfahrung funktioniert das ziemlich gut. Um sicher zu gehen, dass nicht zu viele Nährstoffe sich lösen, sollte man dennoch immer wieder durchspülen. Außerdem beinhalten solche Dünger oft nicht alle Spurenelemente, man sollte also hin und wieder einen guten Flüssigdünger benutzen.