Die Alocasia Reversa ist eine eher seltene, aber unglaublich spannende Vertreterin der Alocasia-Familie – und definitiv etwas für Pflanzenliebhaber, die das Besondere suchen. Ursprünglich stammt sie von der Insel Borneo, wo sie in den feuchtwarmen Regenwäldern im Unterholz wächst. Sie gehört zu den kleinwüchsigeren Arten und ist keine klassische Kreuzung, sondern eine eigenständige botanische Art. Anders als viele ihrer Verwandten ist sie kompakter im Wuchs und damit perfekt geeignet für kleinere Räume oder die geschützte Fensterbank im Urban Jungle.
Was die Blätter der Alocasia Reversa so einzigartig macht, ist ihr „umgekehrtes“ Farbspiel – daher auch der Name. Während bei den meisten Alocasien die Blattadern heller als das Blatt sind, ist es bei Reversa genau andersherum: Die Hauptadern sind auffällig dunkelgrün bis fast schwarz, während das restliche Blattgewebe in einem silbrigen, kühlen Grünton erscheint. Die Blattform ist spitz zulaufend, leicht herzförmig und wirkt durch die markanten Adern fast grafisch – eine sehr besondere Optik, die sofort auffällt, ohne laut zu sein.
Wie bei fast allen Alocasien ist auch bei Reversa ein heller, aber nicht sonniger Standort gefragt. Sie liebt helles, gefiltertes Licht, kommt aber auch mit halbschattigen Plätzen zurecht – solange sie nicht in der prallen Mittagssonne steht. Ein Nord- oder Ostfenster eignet sich gut, bei Südfenstern hilft ein leichter Vorhang oder Abstand zur Scheibe. Zu wenig Licht lässt die Pflanze allerdings langsamer wachsen und die Blätter weniger kontrastreich erscheinen.
Beim Gießen ist Fingerspitzengefühl gefragt: Die Erde sollte gleichmäßig leicht feucht bleiben, aber auf keinen Fall dauerhaft nass sein. Staunässe führt schnell zu Wurzelfäule, während vollständiges Austrocknen die Blätter hängen lässt. Am besten immer dann gießen, wenn die oberste Erdschicht abgetrocknet ist. Im Winter darf man die Wassergaben etwas reduzieren. Eine gut durchlässige, luftige Substratmischung mit etwas Perlit, Pinienrinde und Kokoserde ist optimal.
Die Luftfeuchtigkeit spielt bei dieser Pflanze eine große Rolle. Alocasia Reversa liebt ein feuchtes Mikroklima – Werte über 60 % sind ideal. Wer keine konstant hohe Luftfeuchte in der Wohnung hat, kann mit einer Pflanzglocke, einem Terrarium oder einem Luftbefeuchter nachhelfen. Auch das gelegentliche Besprühen mit kalkfreiem Wasser ist hilfreich, sollte aber nie direkt auf die Blattoberfläche zielen – lieber indirekt in die Umgebung sprühen.
Temperaturtechnisch fühlt sie sich bei 20 bis 26 °C am wohlsten. Sie mag keine Zugluft und reagiert empfindlich auf plötzliche Temperaturwechsel. Im Winter sollte sie niemals unter 16 °C stehen – kühlere Bedingungen können dazu führen, dass sie in eine Ruhephase geht oder einzelne Blätter abwirft.
Gedüngt wird während der Wachstumsphase, also etwa von März bis September, alle zwei bis vier Wochen mit einem milden Flüssigdünger für Grünpflanzen. Weniger ist dabei oft mehr – zu starke Düngergaben können zu Salzansammlungen im Substrat führen, was empfindliche Wurzeln nicht gut vertragen.
Zusammenfassung der Pflegehinweise für Alocasia Reversa
Standort: Hell, keine direkte Mittagssonne
Wasserbedarf: hoch. feucht halten, jedoch Staunässe unbedingt vermeiden. Es droht Wurzelfäule!
Luftfeuchtigkeit: mittel- hoch, Umgebung gerne gelegentlich Besprühen
Substrat: Wir empfehlen Alocasien in mineralischem Substrat zu kultivieren!
Giftigkeit: Der Verzehr ist giftig!



