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Für extra viel Luftfeuchtigkeit

Pflanzen im Terrarium

Irgendwann kommt im Rahmen deines Pflanzenhobbys vielleicht der Zeitpunkt, an dem du dich für Pflanzen interessierst, die sich nur noch mit sehr viel Mühe auf der Fensterbank pflegen lassen. Dann ist es Zeit für ein Terrarium! In einem Terrarium herrschen hohe Luftfeuchtigkeit und konstante Temperaturen, das sind perfekte Konditionen für viele seltene Arten, wie Orchideen, Farne, Begonien… Hier kannst du nachlesen, wie du einzelne Pflanzen in Töpfen oder hängend in Terrarium pflegst. Es geht nicht darum, eine bepflanzte Landschaft zu erschaffen.

Größe des Terrariums

Die Größe hängt natürlich davon ab, was für Pflanzen du halten willst. Oft wird die benötigte Größe des Terrariums unterschätzt, so dass schon bald der Wunsch nach einem größeren Terrarium entsteht. Vorsicht ist auch mit Pflanzen geboten, die hoch bis an die Decke des Terrariums wachsen, da sie durch die Beleuchtung verbrennen und andere Pflanzen schattieren können. Wähle also ein möglichst großes Terrarium, sofern du Platz hast. Da Terrarien am besten künstlich beleuchtet werden (Sonnenlicht würde sie zu arg aufheizen), können sie quasi überall stehen.

Bei der Wahl des Terrariums solltest du sicherstellen, dass es fast luftdicht gemacht werden kann. Sonst verschwindet zu viel Feuchtigkeit. Andererseits sollte es eine Lüftungsmöglichkeit geben, damit es sich im Sommer nicht zu stark aufheizt. 

Es gibt zwei populäre Arten von Terrarien auf dem deutschen Markt: die Exo Terra und Glasterrarien vom Glaser. Die Exo Terra haben praktische Türen und einen abnehmbaren Deckel. Der Deckel ist allerdings aus einem Metallgitter und lässt zu viel Luft entweichen. Die Gitter können jedoch durch (Plexi-)Glas oder mit einer Folie abgedeckt werden.  Die Glasterrarien haben Schiebetüren, die etwas umständlicher sind. Dafür sehen sie eleganter aus.

Tipp: Suche gebrauchte Terrarien. Sie sind sehr günstig zu haben.

Beleuchtung

Terrarien werden künstlich beleuchtet. Geeignet sind neutral weiße Leuchtstoffröhren/LED-Leisten mit 6.500 Kelvin. Leuchtstoffröhren benötigen einen Reflektor. Aquariumbeleuchtung ist auch geeignet, aber teuer. Normale Wachstumslampen in einem gewissen Abstand funktionieren auch. Es gibt sehr viele Möglichkeiten! Pass aber auf, dass die Lampen nicht zu hell sind, dass kann die Blätter gelblich blass machen. Stelle die Lampen mit einem Timer am besten auf einen 12-Stunden-Rhythmus.

Ventilation

Ventilation ist sehr wichtig. Ohne Luftbewegung entstehen Schimmel und Algen ohne Ende. Erzeugt werden kann sie auf zwei Arten: Entweder lässt man die Luft in und aus dem Terrarium durch Lüftungsschlitze natürlich zirkulieren oder man installiert einen Ventilator und schließt das Terrarium luftdicht ab. Ersteres hat den Nachteil, dass man öfters im Terrarium gießen/sprühen muss. Allerdings hat man im heißen Sommer fast keine andere Wahl, wenn sich das Terrarium aufheizt. Ein Tipp für Ventilatoren: Benutze einen 12-Volt-PC-Ventilator und besorge eine Adapter auf USB, so dass der Ventilator mit 5 Volt betrieben werden kann. Das ist langsamer als normal, aber völlig ausreichend und leiser.

Substrat und Töpfe

Da es im Terrarium immer feucht ist, sollte das Substrat luftig sein und nur langsam degradieren. Empfehlenswert sind Sphagnum Moos, Rinde, anorganische Substrate. Auf Torf oder Kokoshum basierende Erde sind nicht empfehlenswert. 

Terracotta Töpfe im Terrarium neigen dazu, auszutrocknen. Außerdem setzen sich Schimmel und Algen gerne darauf an. Daher empfehlen wir eher Plastiktöpfe oder behandelte Tontöpfe.

Aufbinden 

Epiphyten sollte man im Terrarium aufbinden! Dort trocknen sie langsamer aus. Orchideen, viele Farne, Bromelien, sogar Anthurien oder Philodendron kann man im Terrarium wunderbar epiphytisch kultivieren. Dazu benötigst du eine Kork- oder Holzbasis mit Haken, worauf die Pflanze mit Sphagnum Moos und einer Schnur aufgebunden wird. Bei Orchideenfachhändlern findest du dazu reichlich Zubehör.

Terrariumboden

Auf dem Terrariumboden sollte immer etwas stehendes Wasser sein, dass die Luft feucht hält. Eine einfache Methode ist es, einfach den Boden mit einer Schicht Blähton zu füllen und mit Wasser aufzufüllen. Das Blähton verhindert, dass die Pflanzen im Wasser stehen und hilft bei der Verdunstung

Gießen und Sprühen

Das Terrarium sollte immer feucht bleiben. Sprüh also hin und wieder hinein und schau, dass immer etwas Wasser auf dem Boden steht. Benutze dabei unbedingt Regenwasser oder destilliertes Wasser. Das Terrarium hat keinen Abfluss, also bauen sich die Salze immer mehr auf, und das Glas wird durch Kalk schnell dreckig. Dünge daher auch nur schwach.

Pflanzenwahl

Im Terrarium ist nur beschränkt Platz. Wähle also Pflanzen, die klein bleiben und/oder sehr langsam wachsen. Wir haben einige dieser Pflanzen im Angebot.

Falls du dir Orchideen für dein Terrarium kaufst, achte darauf, dass diese “warm” kultiviert werden können. Das bedeutet, dass diese Orchideen im Winter und nachts keine starke Temperaturabsenkung benötigen und bei warmen Temperaturen gut wachsen und blühen. Steht dein Terrarium im kalten Keller, so kannst du auch kalt oder temperiert wachsende Orchideen kultivieren.

Düngen mit Langzeitdünger

Als Alternative zum Dünger sprühen, was Flecken am Glas und auf den Blättern macht, kann man auch mit Langzeitdünger (Osmocote) arbeiten. Diese Kügelchen steckt man dann in den Topf oder in das aufgebundene Moos (2-4 pro Pflanze).